26. August 2009

BOLIVIA - SILVER MINE

Heute kommen wir zu einem weiteren Höhepunkt der Reise: ein Besuch in einer aktiven Silbermine. Nadine hat sich schon in die volle Montur gestürtzt - aber bevor's los geht, kaufen wir auf dem Markt für unseren Mineur etwas Coca und Dynamit! (Bild links)
Dann zeigt uns unsere Reiseleiterin wie man aus einer gelb-grünlichen Paste und etwas Nitroglycerin sowie einer Zündschnur eine Bombe bastelt - sozusagen ein "Crashkurs" in Terrorimus für Touristen! Anschliessend gehts am Mineuren-Denkmal vorbei und wir fahren auf knapp

4200 Meter hinauf. Am Fuss des "Cerro Rico" stehen wir neben all den Wägelchen plötzlich vor einem dunklen, finsteren Loch , wo Geleise hereinführen. Und jetzt kann das Abenteuer losgehen! Unser Mineur macht uns noch klar, dass man früher Kanarienvögel und Ratten mitnahm um allenfalls austretende Gase zu detektieren - aber heutzutage brauche man

dazu Touristen, und alsbald ging es todesmutig hinein ins Dunkle!
Die Luft wurde immer dicker, der Sauerstoff rarer, und aus den Tiefen kam einem eine Hitze entgegen, die Brillen- und Kameragläser anlaufen liess und man kaum mehr sehen konnte, wohin der nächste Schritt auf den modrigen Holzbalken über den gähnenden Tiefen deren Grund man nur erahnen konnte, führen würde...
Plötzlich war vor uns direkt am Boden ein Loch zu erkennen, (Bild oben) das vielleicht 20 Meter senkrecht in die Tiefe führte, und darin eine Leiter auf wackeligen Pfosten. Ich musste mir nur ungefähr 7 Mal sagen lassen, ich solle jetzt da hinunter steigen. Es wurde noch stickiger, und der Atem stockte sowieso. Aber es ging noch weiter hinunter, ähnlich einer Rutschbahn um eine fast senkrecht abfallende Kurve und an deren Ende durch ein enges Loch, wobei ich mir nicht ausdenken konnte, dass man da jemals wieder lebendig rauskommt, aber der Mineur forderte mich dazu weitere 7 x auf und nach einigem zögern war ich im Level 2.

Wir arbeiteten uns teils kriechendund in geduckter Haltung vor, bis wir durch einen Schacht senkrecht über uns (Bild links) das Licht von Nadine's Kopfleuchte erkennen konnten, die lieber auf uns wartete. Schliesslich verrichtete ich einige Arbeiten und setzte ein Loch für den Sprengstoff, so wie ich es gelernt hatte (Bild unten) und noch vor der Explosion machten wir uns wieder zurück auf den wackeligen Weg nach oben... Die Leitern, Gänge und Verzweigungen sind im Vergleich zu den verschiedenen Levels nicht der Rede wert, aber sicher ein Abenteuer der besonderen Sorte!