INDIA - At the Eyes Departement
Das Jiwan Jyoti Christian Hospital ist weit und breit die einzige Klinik, denn niemand will hier, wo die Armut und das Elend so gross sind, arbeiten. Schon in den 30er Jahren wurde aber hier draussen eine Augenklinik eroeffnet, die jetzt mit Hilfe der Christoffel Blindenmission weit bekannt ist, so dass die Menschen sogar aus anderen Bundesstaaten anreisen, um sich hier operieren zu lassen. Somit wurde die Augenklinik zum groessten Departement des Spitals und monatlich rennen hier rund 3000 Patienten die Tueren ein, die von den beiden Augenaerzten gesehen und meistens auch noch gerade operiert werden. Auf den Bildern seht ihr oben Dr. Jude und unten Dr. Jacob, wie sie an den Augen untersuchen und behandeln.
Es ist unglaublich, dass die hier arbeiten koennen, denn es stehen immer mindestens 20 weitere Patienten vor dem Behandlungstisch, wohlbemerkt, dass der Raum nur einige Quadratmeter gross ist... Die meisten Patienten ab 40 leiden an Katarakt und sind komplett blind. Fuer sie ist es schon ein grosses Wunder, wenn sie einige Stunden spaeter wieder sehen koennen!
Und so siehts im Augenoperationssaal aus. Es hat 2 Mikroskope, wo die Aerzte arbeiten und in der Mitte sitzt ein Assistent, der ihnen gleichzeitig die Instrumente und die neuen Linsen reicht, die Anaesthesie macht und alles steril abdeckt. Regelmaessig finden sogennannte "Eye Camps" statt, wo ein Missionsarzt aus dem Westen fuer einige Tage operiert. Dabei geht ein Bus in alle umliegende Doerfer und sammelt alle blinden Leute zusammen. Fuer 10 Rupien (2.8 Rappen) wird ihnen dann eine Untersuchung, Transport, neue Linse, Operation, Sonnenbrille und Medikamente geschenkt. Taeglich werden so ungefaehr 40 Operationen fuer die Aermsten der Arrmen abgewickelt.
Da haben wir Dr. Ajit, er ist ein pensionierter Allgemeinpraktiker aus England und geborener Inder. Jedes Jahr kommt er mit seiner Frau in dieses Spital. Er arbeitet ein volles Pensum in der Augenklinik, so dass an diesen Tagen doppelt so viele Patienten versorgt wreden koenen. Fuer Nadine und mich ist es ein besonderer Segen, dass er und seine Ehefrau (Radiologin) da sind, gemeinsam wohnen wir im gleichen Haus, lachen viel und bekommen weisen Rat bei unseren alltaeglichen Sorgelein.Ja, Dr. Ajit kommt uebrigens jeden Moment mit Nadine aus Bangalore zurueck. Er hat dort mit einem Freund an einem Projekt gearbeitet und hat sie auch fest unterstuetzt als sie erkrankt ist. Am Telefon hat sie aber schon anfangs Woche wieder ganz munter getoent...
Hier sehen wir Dr. Suboth, der Chef der Augenklinik bei einer Kataraktoperation. Er ist derjenige, der am laengsten hier arbeitet und ist ein bewundernswerter, demuetiger und ruecksichtsvoller Mensch. Operiert wird mit einem Mikroskop. Obwohl ein Phako-Geraet da ist, benuzt man es nur selten, denn man spart Zeit und die Aerzte sind so geschickt, dass sie mit oder ohne das gleiche Resultat erzielen. Ohnehin koennte man bei diesen groben und fortgeschrittenen Katarakten diese moderne Technik gar nicht anwenden! Eine Operation dauert uebrigens keine 12 Minuten...
Das sind seine beiden Toechtern, die juengere hat soeben einige Traenen vergossen, denn sie musste einige Spritzen ueber sich ergehen lassen und ist zudem an Malaria erkrankt.Ja, hier macht es besonders Spass zu arbeiten, denn in Augenheilkunde habe ich ja auch schon mein Examen abgelegt und es ist auch eine super Erfahrung, mal zu sehen, was man in Theorie mal alles runterplappern musste, haha!

1 Comments:
hallo dir beide,
i ha scho lenger nümm yne gluegt u ha hüt viu z läse gha. das isch jo waansinnig intressant, was dir so erläbet!
i fröie mi scho, mee drvo z ghöre, we dr de ume zrügg syt.
ganz liebi grüess - Wilu
Kommentar veröffentlichen
<< Home