
Wir wagten es also den steilen Hang des Yasurs zu erklimmen. Nur gelegentlich sah man oben etwas schwarzen Rauch aufsteigen, der Führer erklärte uns, dass der Yasur heute ziemlich ruhig sei. Als wir den Kraterrand erreichten, blieb er stehen um entscheiden zu können, welches heute der sicherste Standort am Kraterrand sei. Denn der derzeit aktivste von 3 Schloten ist gleich unterhalb der Besucherzone.


Plötzlich erfasste uns eine gewaltige Druckwelle, die uns fast zu Boden warf, noch im gleichen Augenblick erbebte der ganze Boden und gleich darauf sahen wir eine riesige Feuersäule direkt vor unseren Augen aufsteigen, gefolgt von

einem Donnerknall, dass beinahe die Trommelfelle barsten. Und dann prasselten unzählige grössere und kleinere Gesteinsfetzen neben uns nieder. Der Schreck ging durch Mark und Bein.

Zum Glück blies der Wind von der Seite her, so wurde uns wenigstens nicht auch noch die Asche ins Gesicht geblasen - so staunten wir erst Mal ob all den Geräuschen und dem Spektakel, das alle 2 bis 3 Minuten nur 100 Meter unter uns stattfand.



Der Hauptkrater hat ein Durchmesser von kanpp 300 Meter, das heisst, man war wirklich nahe dran! Man begibt sich stets in Lebensgefahr, denn nicht selten

fliegen die Lavabrocken bis an den Kraterrand, so wie bei der ersten Eruption, die wir beobachtet hatten. Der Führer ermahnte uns, dass noch nicht lange zwei Touristen erschlagen wurden. Als dann allmählich die

Dämmerung einsetzte, konnte man die Lavabomben anhand der Leuchtspur bis zum Aufschlag verfolgen. In der Zwischenzeit hatten wir uns auf den höchsten Punkt begeben.

Die nachfolgenden Fotos zeigen das "rote Licht des Leuchtturms der Südsee", welchen James Cook entdeckte, aber nur von Weitem sah - die andauernde Aktivität des Yasurs reicht über 800 Jahre zurück.





Obiges Bild zeigt die Grundaktivität des Vulkans mit einzelnen Lavabrocken, die immer wieder zwischen den Explosionen hochgeschleudert wurden - im Hintergrund heisses pyroklastisches Material der letzten Explosion. Und dann ereignete sich die Riesen-Eruption auf dem unteren Bild, welche uns früh wieder ins Bungalow zurückkehren liess.
0 Comments:
Kommentar veröffentlichen
<< Home