BOLIVIA - Licancabur

Der Licancabur ist ein inaktiver Vulkan an der Grenze Boliviens und Chile. Mit 5916 Meter über Meer ist er stolze 21 Meter höher als der Kilimanjaro - unser letztes grosses Abenteuer. Diesmal
versuchten wir aber den Gipfel notabene ohne Akklimatisation in einem Tag zu bezwingen.
Nach vier bis fünf Stunden erreichten die ersten Sonnenstrahen die Erde - es hat gerade aufgehört zu
schneien. Es ist ein riesen Krampf, den steinigen steilen Hang heraufzuklettern - aber die Sicht über die wunderbare Wildnis ist Motivation genug weiter durchzubeissen. Die Hälfte einer anderen Gruppe hat bereits aufgegeben.




Erhabene Sicht über Seen und Berge. Dann geht es weiter bergauf über ein steiles Grat, dahinter hüllt sich der Gipfel in dichte Wolken. Der Blick in die Tiefe des Kraters gewährt einem die Sicht auf den höchstgelegenen See der Welt.

Der Kratersee ist bei Temeraturen bis zu Minus 30°C aktuell zugefroren. Trotzdem findet sich darin Leben - und das auf knapp 6000 Meter über Meer. Vom eisigen Wind wurde das Gipfelkreuz etwas zugeweht. Auf dem Rückweg ist der Schnee bereits wieder geschmolzen.



Am nächsten Tag gehen wir auf die grosse Lagunen-Tour. Als erstes passieren wir die "Laguna blanca", welche mit ihrem frischen weissen Wasser in der Sonne glänzt (Bild oben). Gleich am Fusse des Licancabur bestaunen wir die "Laguna verde" mit dem giftigen türkisgrünen Wasser, wo es im Gegensatz zur benachbarten weissen Lagune kein Leben gibt. Auf 4300 Meter über Meer können wir in dieser Gegend leider niemandem erzählen, wie hart wir am Vortag bei der Besteigung an unsere Grenzen kamen.


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