7. November 2007

TURKEY - Ephesus

Ephesus ist eine der ältesten Städte. Früher lag es am Meer, doch heute befinden sich die Ruinen wegen seismischen Veränderungen und Sedimentation mehrere Kilometer im Landesinnern. Auf diesen Bildern seht ihr das zweitgrösste Theater zur Römerzeit. Hier hat der Apostel Paulus gepredigt und wurde auch von den Silberschmieden vertrieben, die um ihr gutes Geschäft mit dem Artemiskult fürchteten. Johannes und Maria lebten nach Jesu Auferstehung in dieser Stadt.
Hänsu in den Fussstapfen von Paulus... Leider war das Theater dewegen noch lange nicht mit 30'000 Zuschauern belegt...
...und daran konnte auch Nadine mit ihren Tänzchen nichts ändern! :-)Nadine auf der Kuretenstrasse, die direkt zur Celsus-Bibliothek hinunter führt.
Überbleibsel des Hadrian-Tempels und originalgetreuer Abbildung des grossen Kaisers als Denkmal unten links :-)
















Der Artemistempel war eines der 7 Weltwunder der Antike. Er fiel 356 v.Chr. einer Brandstiftung durch Herostratos zum Opfer, der durch seine Geltungssucht unsterblich werden wollte - was er auch geschafft hat. In der selben Nacht soll Alexander der Grosse geboren worden sein, der dann schliesslich auch mitgeholfen hat, den Tempel wieder aufzubauen. Mit dem Einfall der Goten wurde er aber im 2. Jh. durch den Einfall der Goten zerstört und alles was man heute noch sehen kann, ist diese eine zusammengesetzte Säule.

TURKEY - Smyrna

Das heutige Izmir ist eine grosse, pulsierende Metropole und drittgrösste Stadt der Türkei. Sämtliche Plätze des antiken Smyrna sind vom Beton verdrängt worden. Nach mühsamer Suche und viel Nervenverschleiss und Kampf durch die verstopften Strassen fanden wir dennoch die oben abgebildeten römischen Stadtmauern.

TURKEY - Pergamon

Die Stadt heisst heute Bergama. Der Legende nach wurde hier das Pergament erfunden, als die Ptolemäer die Lieferung von Papyrus einstellten. Nach Alexandria beherbergte diese Stadt die weltweit grösste Bibliothek. Auf dem Bild oben habe ich den berühmten Trajan-Tempel abgelichtet. Unter dem Kaiser Trajan erreichte das römische Reich seine grösste Ausdehnung. Er wurde eben auch als Gott vereehrt.
Das steilste antike Theater befindet sich wie der Tempel zuoberst auf einem Berg.

Die erste Kirche, deren Gemeinde eben auch Empfängerin eines Sendschreibens war, entstand aus den Resten eines Tempels, der ägyptischen Göttern gewidmet war. Rechts die Resten dieser Byzantinischen Kirche - der sog. "Roten Halle".

Berühmt ist die Stadt auch wegen seines berühmten Arztes - Gelenos. Er praktizierte aufgrund der berühmten 4-Säfte-Lehre (bis ins 19Jh. angewendet und wurde erst im späten Mittelalter widerlegt) und war auch Anatome. Seine Erkenntnisse waren aber vielfach falsch, denn er sezierte Tiere und zog seine Erkenntnisse auf den Menschen über. Trotzdem schaffte er es Leibarzt römischer Kaiser zu werden :-) Das einzige was ich von ihm in meinen Lehrbücher lernen musste, war die Galen-Vene oder V. cerebri magna. Oben seht ihr ein Bild des Asklepion (dem Gott der Heilkunst gewidmet) und dessen kilometerlangen unterirdischen Gänge für die psychotherapeutische Betreuung der Patienten :-) (nach heutigem Verständnis auch nicht gerade heilsam - eher kontraproduktiv)

TURKEY - Thyateira

Die Stadt wurde nach Eroberung der Osmanen in Akishar umbenannt. Hier wohnte Lydia, die und deren Haus sich nach Apg. 16 als erste in Europa Taufen liessen. Auf dem Bild sind die letzten Überbleibsel der Empfängergemeinde des 4. Sendeschreibens abgebildet.

TURKEY - Sardes

Sardes ist wunderbar gelegen und war eine sehr reiche Stadt. Hier wurden auch die ersten Münzen geprägt. Gründung durch die Hethiter, dann Ausgangspunkt der Königsstarsse unter den Perser, nach der Eroberung durch Alexander dem Grossen zum Hellensistischen Reich gehörend, dann Römisch wobei es dann unter byzantinischer Macht an Einfluss verlor. Oben das berühmte Gymnasium (= antike Trainigsstädte für Athleten, die sich z.B. auf olympische Spiele vorbereiteten. Ich liess mich belehren dass "gymnos" auf altgriechisch soviel wie "nackt" bedeutet und tatsächlich führten die Athleten ihre Übungen nackt aus...). Zum Glück ist das heute anders, wenn man ins Gymnasium geht... Auf dem Bild unten ist die Synagoge von Sardes.

TURKEY - Philadelphia

Alasehir ist das moderne Philadelphia. Hier besuchen wir die Ruinen der ersten Kirche. Diese Stadt ist heute vor allem wegen seiner kernlosen Trauben berühmt. Und tatsächlich, soweit unser Auge blickt sehen wir weit und breit nichts anderes als Reben.

TURKEY - Pamukkale

Nein, wir waren nicht im Schnee! Was wie eine Winterlandschaft aussieht, sind in Wirklichkeit wunderschöne, zierliche Gesteinsformationen, die durch Kalk über Jahrhunderte entstanden. Heisse Quellen, die 38°C warmes, CO2 haltiges Wasser hervorsprudeln lassen, rinnt hier von Stufe zu Stufe den Berg hinunter.
Darin kann man auch baden und sich vergnügen, was Nadine ganz besonders genoss.

Pamukkale ist eigentlich auch eine antike Stadt mit dem Namen Hierapolis, die aber schon lange zerstört ist, da sie sich in einem tektonisch sehr aktiven Gebiet befindet.

Daneben ist auch eine moderne Grossstadt - Denizli - das früher "Laodicea" hiess und Ort einer der 7 ersten Gemeinden war.

6. November 2007

TURKEY - landscapes

Wir mieten ein Auto und fahren gegen die 2000km rauf und runter - besonders um die 7 ersten Gemeinden zu besuchen. Unterwegs fanden wir viele wunderschöne Landschaften vor, wie hier im Nordosten der Türkei...
Oder dieser traumhafte See im Südwesten...



...oder diese Küstenlandschaften an der Ägäis.

TURKEY - Bodrum


Endlich noch einmal an der Wärme baden, relaxen und die Sonne genissen... Der Strand in Bodrum an der lykischen Küste ladet wirklich so richtig dazu ein!













Aber Bodrum hat noch viel mehr zu bieten. Zum Beispiel stand hier eines der 7 Weltwunder der Antike, das Mausoleum. Hier besucht Nadine gerade die Überresten des berühmten Grabes des Herrn Mausolos, nachdem dann später alle solchen Grabstätten beanannt wurden.
Dann aber kam ein grosses Erdbeben und zerstörte dieses Wunderwerk, bis um 1400 die Johaniter-Kreuzritter kamen und aus dessen Steinen diese Festung bauten.

Und dahinter sieht man die Insel, die Mark Antonius mal Kleopatra geschenkt hat. Und noch weiter dahinter ist noch knapp die griechische Insel Kos ersichtlich.