12. September 2009

BOLIVIA - LAKE TITICACA

Das Abenteuer "Bolivien" kann beginnen! Am Fuss der "Königskordilleren", einer 125 km langen Andenkette mit schneebedeckten Sechstausender fahren wir gleich nach der Landung in Richtung Titicacasee.
Der Huayana Potosi (oben).
Dann bekommen wir das tiefblaue Wasser des Titicacasees zu Gesicht. Der Seespiegel liegt bei 3810 Meter über Meer.

Der Titicacasee ist Südamerikas grösster See mit 8288 km². Die maximale Tiefe beträgt 365 Meter. Ganz links im Hintergrund ist bereits die "Mondinsel" zu erkennen, welche wir bald mit einem Schiff ansteuern werden. Diese Landschaften und Inseln befinden sich bereits in Peru.Dann ereichen wir Copacabana, nachdem wir auf abenteuerliche Weise an der engsten Stelle des Sees mit einem Boot hinübertransferiert wurden, und unser Fahrzeug auf noch abenteuerlicher Weise das andere Ufer erreicht hat.










Hier besteigen wir ein Boot und fahren für einige Tage wortwörtlich ins "Blaue"...

BOLIVIA - SUN ISLAND

Der Titicacasee gilt als der höchstgelegene schiffbare See der Welt.
Mit einem Motorboot, das extra für uns ins nicht ganz 10° warme Wasser sticht, machen wir uns auf den Weg zur "Sonneninsel". Daneben befindet sich die "Mondinsel", wobei am Seeufer gegenüber die prächtigen Königskordilleren in Erscheinung treten (Bild unten)
Auf der "Isla del sol" besichtigen wir eine Inkaruine, hier soll ja der Legende nach der Sonnengott Inti den ersten Inka auf die Erde gelassen haben. (Bild rechts mit Blick aus dem Fenster auf die Mondinsel und schneebeseckten Andengipfel).
Nur 7 Stunden nach der Landung in Bolivien, begeben wir uns auf 4075 M.ü.M., dem höchsten Punkt der Insel, um die atemberaubende Aussicht zu geniessen. Aber diese 265 Meter hohe Erhebung macht uns bei dieser dünnen Luft extrem zu schaffen!
Doch die Mühe hat sich gelohnt: es bietet sich eine Aussicht über den ganzen Titicacasee, die Copacabana-Halbinsel, über die Isla de la luna bis zu den Cordilleras real an.
Unterwegs treffen wir auf viele Lamas, die von den zirka 2000 Menschen, die hier auf der Insel wohnen, gezüchtet werden. Wir konnten aus nächster Nähe miterleben, wenn Lamas spucken und amerikanische Touristen präzise aus 5 Metern Distanz mit voller Wucht mitten ins Gesicht treffen.

Hier gibt es keine Autos und keine Strassen. Alle Lebensmittel, wie auch unser Gepäck werden auf Eseln nach oben zur Herberge transportiert. Oben angekommen beugen wir der "Höhenkrankheit" mit einer Tasse Coca-Tee vor.

Die Wärme, die der See ausstrahlt, obwohl er bitterkalt ist, lässt auf dieser Höhe zahlreiche Pflanzen bis hin zu Kartoffeln gedeihen. Die Sonneninsel selber ist 14.3 km² gross.

Am Abend können wir eine wunderbare Stimmung beobachten. Der Illampu (6368 m) ist einer der Sechtausendergipfel, welcher hier im Abendlicht erstrahlt. Unter den Wolken befindet sich die sogenannte "bolivianische Schweiz".
Sonnenuntergang mit Blickrichtung Peru, wobei man das gegenüberliegende Ufer hier noch knapp erkennen kann. Ja, und ohne aufstehen zu müssen, bot sich am nächsten Morgen die wunderbare Stimmung direkt aus dem Bett an, wobei man die wunderschöne Verfärbung des Morgenhimmels über dem Titicacasee und der Moninsel beobachten konnte (Bilder unten).

3. September 2009

BOLIVIA - ON THE ROAD

Auf der Fahrt vom Titicacasee in den Süden erleben wir eine Menge Abenteuer. Widmen wir uns erst Mal den Tieren. Je höher man sich befindet, desto häufiger trifft man Lamas an. Es werden auch Alpakas gezüchtet. In freier Wildbahn leben Guanakos und Vikunjas.
Letztere trafen wir kurz vor Oruro in einer Landschaft an, die nicht etwa mit Schnee bdeckt war, sondern von einer Salzkruste bedeckt war.

Auch das gehört dazu: Radwechsel an unserem Fahrzeug nach einem geplatzen Reifen durch die steinigen Strassen.


Steinformationen unterwegs.


Ein "geschmücktes" Lama.

Unten: Hirten mit Schafherden waren keine Seltenheit.


Dann wird es langsam Abend und bitter kalt. Als wir spätabends Uyuni erreichten war es um die Minus 10°C.

BOLIVIA - SALT DESERT

Das ist einer der Höhepunkte unserer Reise: diese weisse Landschaft ist nicht etwa Schnee, sondern die grösste Salzwüste der Erde. Auf 3653 M.ü.M. erstreckt sich die weisse Ebene über 12'000 km2.
Zu Beginn des Abenteuers besuchen wir die Salzfabrik in Colchani - von Hand wird hier geschuftet, aber im Vergleich zu den immensen Vorkommen nur wenig abgebaut, weil das Salz pickelhart ist. Je nach Quelle ist die Schicht 7-8 Meter dick, aber auch Mal bis 45 Meter!
Ganz links im Bild ist der Tanupa, der höchste Vulkan rund um den Salar. Je schneller man auf der einzigen "Autobahn" Boliviens fährt, desto eindrücklicher merkt man, dass die Erde rund ist. Am Horizont vor uns tauchen immer neue Hügelzüge und Berge aus dem nichts hervor.
Momentan herrscht Trockenzeit (Winter). In den Monaten Dezember bis Juni bildet sich hier eine bis 30 cm dicke Wasserschicht, die dann beim Verdunsten diese Formationen hinterlässt, im Hintergrund der Tunupa, der Hauptorientierungspunkt, denn wie auf dem Bild unten ersichtlich, könnte man sich hier ohne Orientierung problemlos verlieren.

2. September 2009

BOLIVIA - ISLA INCAHUASI

Mit atemberaubender Geschwindigkeit düsen wir über das Salz in Richtung der "Isla incahuasi", die aber auch wegen ihrer fischähnlichen Form "Isla del Pescado"

gennant wird. Diese fischähnliche Form bildet sich schon aus ungefähr 100 km Entfernung durch die Spiegelung des Reliefs auf dem Salzsee. Auf dieser Insel wachsen die grössten Kakteen der Welt, über 12 Meter sind sie hoch, und weit über 1000 Jahre alt, bei einem jährlichen Wachstum von 1 cm. Inzwischen ist es unter der Sonne angenehm warm geworden.
























Ob der Kaktus Äste hat oder nicht ist Willkür, früher glaubte man die mit Ästen seien weiblich, die ohne männlich - aber alle haben Stacheln!









Aua...!










Alle Kakteen wachsen hier auf einem Untergrund der aus Korallen bestand. Die ganze Insel ragt 169 Meter heraus.