10. Dezember 2010

ISRAEL - fascinating moments

Jerusalem - das berühmte Ölbergpanorama mit Sicht auf das Gräberfeld, Kidron-Tal, Ostmauer und dem Tempelplatz mit Felsendom (goldene Kuppel) und Golgatha (graue Kuppel dahinter).
Das seit Jahrhunderten durch Süleyman dem Prächtigen zugemauerte Osttor, durch das einst die Schechina (Herrlichkeit des Herrn) in den Tempel kam und wieder verliess, und Jesus am Palmsonntag (5 Tage vor der Kreuzigung) zum jüdischen Heiligtum auf einem Esel hindurchritt. Heute steht an dessen Stelle der Felsendom, die Stätte, wo der Prophet Mohammed einige Barthaare liegen liess und wo dessen Fussabdruck beim Emporsteigen in den Himmel abgebildet ist. Unter der grauen Kuppel stand einst der Felsen von Golgatha. Von dem Kirchturm der lutheranischen Kirche hat man einen herrlichen Ausblick auf den Ölberg.

Im Garten Gethsemane (hebr. für "Ölpresse), wo Jesus verraten wurde, wachsen noch heute Olivenbäume, die mehrere hundert Jahre alt sind.

Der Auftrieb beim Baden im Toten Meer ist aufgrund des hohen Salzge- haltes um 33% (Mittel- meer 3 %) so gross, dass man bei 420 Meter unter dem Meeres- spiegel die Zeitung lesen kann.
Schliesslich gings weiter südwärts durch die Arava-Senke (Beginn des grossen Grabenbruchs) und erholten uns in Eilat, dem südlichsten Zipfel Israels am Roten Meer.
Beim durchqueren der Wüste Negev machten wir einen Halt in Timna. Dort kann man alte Kupferminen aus der Zeit Salomos bewundern, zudem haben Wind und Wetter wundersame Gesteinsformationen hervorgebracht.
Die Negev ist eine Trockenwüste mit 30 - 200 mm Regen pro Jahr, je nachdem wo man sich gerade befindet. Viele Menschen siedeln sich hier nieder, denn seit der Staatsgründung im Jahre 1948 ist man bestrebt, die Wüste fruchtbar zu machen. So erstaunt es aber dennoch, ist ein Hauptwirtschaftszweig die Fischzucht - mitten in der Wüste!
Zudem wird hier seit dem 4. Jahrtausend Christus Kupfer abgebaut, wo es bei Timna immer noch eine reaktivierte Mine gibt.
In Eilat hat es wunderbare Korallenriffe, wo man den Fischen zu hunderten begegnen kann - hier ein Bild mit unserer Unterwasserkamera.

9. Dezember 2010

JORDAN - Petra

Erst führt der Weg durch den Siq, ein 2 Kilometer langer, 80 Meter tiefer enger Canyon. Über Jahrhunderte war dieser gehemnissvolle Ort im Lande Edom in Vergessenheit geraten. Früher machten die Karavanen auf der berühmten Weihrauchstrasse Halt in Petra. Plötzlich öffnet sich der schmale Pfad und direkt vor unseren Augen erstreckt sich das "Khazne al-Firaun", das in den Stein gehauene und kunstvoll geformte "Schatzhaus des Pharao". Forschungen ergaben aber, dass es sich bei dem fast 40 Meter hohen und 25 Meter breiten Felsen-Gebäude nicht um ein "Schatzhaus", wie es die Beduinen genannt haben, sondern eher um ein Königsgrab handelt.

So machten wir uns auf den Weg um die verlassenen Felsenstadt von Petra weiter zu erkunden - denn schätzungsweise weitere 1000 in den Fels gemeisselte Gebäude sind bis heute erhalten geblieben.
Nicht umsonst gilt Petra als eines der neuen 7 Weltwundern. Diesbezüglich hat sich der Aufwand mit den komplizierten Zollformalitäten und die horrende Eintritts- summe doch gelohnt.
Die Bauleute der damaligen Stadt waren die Nabatäer, ein semit- isches Volk, das seine Blütezeit in den Jahrzenten vor Chisti Geburt hatte.
Unter dem Regen- bogen befinden sich die Gräber der Königs- wand. Dazu gehört auch das Palastgrab ganz links, Petras grösstes Gebäude. Und dann sieht man zahlreiche Wohnung- en links und rechts des langen Weges.

Nach stundenlangen Fussmarsch erreichen wir zuoberst auf dem Berg das 40 Meter hohe, und 47 Meter breite "Ed-Deir", ein Grabtempel, der auch als Kloster benutzt wurde.