23. Juli 2011

BOLIVIA - Lagunas and Geysers

Einer der atemberaubendsten Momente auf unserer Weltreise war die 3-Tages-Tour zu den Lagunen im südlichen Altiplano Boliviens. Weit abgeschieden von der Zivilisation auf 4278 Meter über Meer liegt die durchschnittlich 1 Meter tiefe Laguna Colorado. Das blutrote Wasser ist nicht etwa eine Täuschung, sondern kommt von dem hohen Mineralgehalt des Wassers und von der vorherrschenden Algenart.
Tausende und abertausende von Flamingos bewohnen diesen 60 Quadratkilometer grossen See. Erst wenn man ihnen ganz nahe kommt, fliegen sie die 10 Kilometer zum anderen Ufer...
Am nächsten Morgen erstrahlte uns der See aus anderer Perspektive im ersten Morgenlicht doch noch ganz hellblau entgegen. Die unzähligen Punkte sind alles Flamingos.
Auf der Weiterfahrt kamen wir zu dem bolivianischen Geysirfeld von "Sol de Mañana", mit der schönen deutschen Übersetzung der "Morgensonne". Hier befinden wir uns auf knapp 5000 Meter über Meer - verständlich haben die Fontänen nicht einen derartigen "Pfupf" wie wir es bei den Geysiren in Neuseeland gesehen haben. Die karge, aber unglaublich bunte Landschaft ist in einen Schleier mit Wasserdampf aus den zahlreichen blubbernden und stinkenden Fumarolen umhüllt.
In dieser Gegend findet man Lagunen in allen Farben, das heisst nach der weissen "Laguna blanca" passierten wir die türkisgrüne "Laguna verde", danach folgte die blutrote "Laguna colorado", dann auf dem Bild unten die gelbe "Laguna Amarillo"...... bis wir schliesslich zu der tiefblauen "Laguna Honda" gelangten. Im Hintergrund fuhren wir an den schneebedeckten hohen Gipfeln des Hochlandes vorbei, alle rund um die 5000 bis 6000 Meter hoch.
Dann fuhren wir durch die Steinwüste von Dali. Unterwegs besuchten wir in der Verlassenheit auch die bizarre Steinfigur des "Arbol de Piedra", einem durch Wind und Erosion geschaffenen Steinbaum. Auch wenn man weit und breit kein Grün sieht, entdeckt man doch hie und da ein Vicuña, Lama oder Alpaka.

4. Juli 2011

BOLIVIA - Salar de Uyuni

Eigentlich gehen wir ja auf unseren Reisen immer an neue Orte dieser Welt, dennoch gibt es einen Platz, den wir ein zweites Mal besucht haben: den Salar de Uyuni, die grösste Salzwüste der Welt.
Diesmal gingen wir aber bei Regenzeit nach Bolivien, als die ganze Salzebene, die über ein Viertel der Fläche der Schweiz ausmacht, überflutet war. Das Wasser ist um die 20 cm tief, so dass man noch gerade mit einem Allradfahrzeug hindurch fahren kann. Weil es windstill war, entpuppte sich der Salzsee als grösster Spiegel der Welt. Wundernare Wolkenformationen spiegelten sich im Wasser.
Vergleichen kann man die aktuellen Bilder mit denen vom September 2009 (Archiv, im Balken links) in der Trockenzeit.
Diesmal besuchten wir auch noch den alten Eisenbahnfriedhof am Rande der Salzwüste.
Danach reisten wir weiter nach Cochbamba, wo wir uns von den Strapazen in der Wildnis erholten.