24. August 2011

CHILE - Salar de Atacama

Im chilenischen Hochland gibt es Sumpflandschaften, wo im saftigen Grün friedlich Lamas weiden. Vom frischen Schmelzwasser entstehen kleine Seen, die auch Flamingos anziehen. Der Weg nach San Pedro de Atacama führt an zahlreichen Vulkanen vorbei, die allesamt über 5000 Meter hoch sind.
Die Atacamawüste ist die trockenste der ganzen Welt, es gibt Stellen, da regnet es nur alle 50 Jahre einmal. San Pedro de Atacama ist eine Oase am Rand der Wüste nicht weit von den hohen Bergen, weshalb es hier Wasser gibt. Aber diese Seen sind salzhaltiger als das Tote Meer (weit über 30%). Ich bin zwar baden gegangen, aber wegen des Auftriebs wurde man kaum nass!
Diese weisse Ebene ist nicht etwa eine Schneelandschaft, sondern der "Salar de Atacama", die drittgrösste Salzwüste der Welt. Wir befinden uns hier 2440 Meter über Meer. Weil Regenzeit ist, ist der Salzsee teils überflutet. Im Hintergrund sind die wunderschönen hohen Gipfel der Westkordilleren zu sehen.
Im letzten Abendlicht erscheint auch der fast kegelförmige Licancabur von hier aus majestätisch.

12. August 2011

BOLIVIA - Licancabur

Der Licancabur ist ein inaktiver Vulkan an der Grenze Boliviens und Chile. Mit 5916 Meter über Meer ist er stolze 21 Meter höher als der Kilimanjaro - unser letztes grosses Abenteuer. Diesmal versuchten wir aber den Gipfel notabene ohne Akklimatisation in einem Tag zu bezwingen.
Nach vier bis fünf Stunden erreichten die ersten Sonnenstrahen die Erde - es hat gerade aufgehört zu schneien. Es ist ein riesen Krampf, den steinigen steilen Hang heraufzuklettern - aber die Sicht über die wunderbare Wildnis ist Motivation genug weiter durchzubeissen. Die Hälfte einer anderen Gruppe hat bereits aufgegeben.
Erhabene Sicht über Seen und Berge. Dann geht es weiter bergauf über ein steiles Grat, dahinter hüllt sich der Gipfel in dichte Wolken. Der Blick in die Tiefe des Kraters gewährt einem die Sicht auf den höchstgelegenen See der Welt.
Der Kratersee ist bei Temeraturen bis zu Minus 30°C aktuell zugefroren. Trotzdem findet sich darin Leben - und das auf knapp 6000 Meter über Meer. Vom eisigen Wind wurde das Gipfelkreuz etwas zugeweht. Auf dem Rückweg ist der Schnee bereits wieder geschmolzen.
Am nächsten Tag gehen wir auf die grosse Lagunen-Tour. Als erstes passieren wir die "Laguna blanca", welche mit ihrem frischen weissen Wasser in der Sonne glänzt (Bild oben). Gleich am Fusse des Licancabur bestaunen wir die "Laguna verde" mit dem giftigen türkisgrünen Wasser, wo es im Gegensatz zur benachbarten weissen Lagune kein Leben gibt. Auf 4300 Meter über Meer können wir in dieser Gegend leider niemandem erzählen, wie hart wir am Vortag bei der Besteigung an unsere Grenzen kamen.